Beweglichkeitstraining

Trachten Sie im Alltag und Sport nach mehr Beweglichkeit und somit mehr Bewegungsfreiheit? Glauben Sie, dass Sie hierfür endlos Dehnübungen ausführen müssen?  Dann lesen Sie hier, womit Sie Ihre Beweglichkeit effizient und schnell steigern können und worauf Sie dabei achten sollten.

Die Zielsetzungen

Das Ziel des Beweglichkeitstrainings besteht darin, die Beweglichkeit sämtlicher an der Bewegung beteiligten Strukturen (z.B. Muskeln, Sehnen, Gelenke) funktionell zu verbessern oder zu erhalten. "Funktionell" bedeutet, dass das anvisierte Bewegungsausmass Ihnen im Alltag eine volle Bewegungsfreiheit gewährt, ohne dabei Ihre Gelenksstabilität zu gefährden.

Wohlgemerkt: Eine hervorragende Methode um Ihre Beweglichkeit zu steigern ist Krafttraining, bei dem die Bewegungen korrekt über das individuell maximal mögliche Bewegungsausmass ausgeführt werden. Dies bedeutet, dass Sie beim Krafttraining darauf bedacht sein sollten, unter Wahrung der korrekten Übungsausführung die Bewegung immer bis in die volle aktive Dehnung auszuführen. Überdies ist es empfehlenswert, Ihre Muskeln so vielfältig wie möglich (d.h. polysportiv) zu beanspruchen.

Das bieten wir Ihnen

Wir bieten Ihnen vielseitige Möglichkeiten zur Steigerung und Erhaltung Ihrer Beweglichkeit. Ob beim Kraft-, Ausdauer- oder im Group Fitness-Training, wir sind immer darauf bedacht, dem Aspekt Ihrer Beweglichkeit volle Aufmerksamkeit zu schenken. Fürs Krafttraining, wo Sie während der Übungsausführung Ihre Muskeln unter Anspannung dehnen, stehen Ihnen modernste Trainingsgeräte, Seilzugsysteme und Hanteln zur Verfügung. Nach dem Ausdauertraining finden Sie in den „Stretch out“-Zonen unserer Center den nötigen Platz und die Ruhe, um Ihre Muskeln kontrolliert wieder über ihre volle Länge zu bewegen. Zusätzlich stehen Ihnen auch Lektionen im Bereich von Group Fitness offen, die neben der Ganzkörperkräftigung und Koordination vor allem auch auf die Verbesserung  Ihrer Beweglichkeit spezialisiert sind. Wichtig dabei: Unsere Instruktorinnen und Instruktoren sind darin ausgebildet (exersciences Link zur BOX), in Abhängigkeit der Trainingsform die richtigen Reize zur Steigerung Ihrer Beweglichkeit zu setzen.

Für welche Zielgruppen

Wenn Sie sich allgemein wenig und/oder einseitig bewegen, z.B. durch eine Berufstätigkeit mit monotoner Körperhaltung (langes Sitzen), so ist Beweglichkeitstraining das Richtige für Sie. Ihrer aktuellen Beweglichkeit tragen wir bei der Auswahl der Trainingsmittel und -methoden Rechnung.

Ihr persönlicher Nutzen

Regelmässiges Beweglichkeitstraining führt zu den folgenden positiven Effekten für Sie:

  • Mehr Beweglichkeit verleiht Ihnen mehr Bewegungsmöglichkeiten und stärkt somit Ihre Leistungsfähigkeit.
  • Sie gleichen durch regelmässiges Beweglichkeitstraining (mittels Krafttraining) muskuläre Ungleichgewichte, wie sie häufig bei einseitigen Alltagsbelastungen (z.B. Sitzen) auftreten, wieder aus. Ihre Körperhaltung wird dadurch positiv beeinflusst.
  • Indem Sie Ihre Beweglichkeit durch Krafttraining erhöhen, verringern Sie allgemein das Risiko, sich bei ungewohnten Bewegungen im Alltag und/oder Sport zu verletzen.
  • Sie schulen durch angemessenes Beweglichkeitstraining Ihre körperliche Wahrnehmung. Die gesteigerte Körperwahrnehmung resp. das bessere Körpergefühl helfen Ihnen zu erkennen, wenn Sie sich in einer verspannenden Körperhaltung befinden. Somit beugen Sie Verspannungen und damit einhergehende Schmerzen vor.
  • Mehr funktionelle Beweglichkeit entspricht mehr Bewegungsfreiheit. Kombiniert mit der richtigen Körperspannung verleiht Bewegungsfreiheit Ihren Bewegungen Geschmeidigkeit, Eleganz und somit Ästhetik.

 Ein paar Tipps zum Beweglichkeitstraining

  1. Beweglichkeit durch Krafttraining
    Erhöhen Sie Ihre Beweglichkeit durch korrekt ausgeführtes Krafttraining. Wir setzen dabei auf eine hohe Qualität der Übungsausführung. Dazu gehören langsame, kontrollierte Bewegungen über das maximal mögliche physiologische Bewegungsausmass (von der vollen Verkürzung bis zur vollen Dehnung und wieder zurück). Die dabei bei langer Muskellänge auftretenden Muskelanspannungen gegen die Trainingslast sind zur Erhöhung der Beweglichkeit und Vorbeugung von Muskelverkürzungen äusserst effektiv. Erhöhen Sie das Trainingsgewicht daher nie zu Lasten des Bewegungsausmasses.

    Übrigens: Beim klassischen "Muskelkater" handelt es sich um kleinste ("mikro") Verletzungen einzelner Muskelfasern. Solche Mikroverletzungen treten typischerweise nach ungewohnten Aktivitäten auf und lösen im Muskel Reparatur- resp. Anpassungsprozesse aus, die den Muskel vor zukünftigen ähnlichen Beanspruchungen schützen sollen. "Ungewohnt" bezieht sich dabei auf ungewohnt kraftvolle Muskelkontraktionen und/oder ungewohnt lange Muskellängen. Muskelkater lässt sich folglich durch unmittelbar vorangehende oder nachfolgende Dehnübungen weder verhindern noch mindern. Da im Unterschied zum Ausdauertraining im Krafttraining die Muskeln des ganzen Körpers über jeweils das volle Bewegungsausmass unter Last beansprucht werden, sind Dehnübungen nach dem Krafttraining überflüssig.

  2. Stretch-out nach dem Ausdauertraining
    "Stretch-out" steht für Nachdehnen. Unter Nachdehnen verstehen wir, dass die während lang andauernder, verkürzender Muskelaktivität (wie im Ausdauertraining üblich) beanspruchten Muskeln im Anschluss ans Training wieder kurz über ihre volle Länge bewegt werden. Wir empfehlen Ihnen, unsere Stretch-out Übungen zum Abschluss der Ausdauer- und Group Fitness Trainingseinheiten, nicht jedoch im Anschluss ans Krafttraining durchzuführen.
  3. Abwechslungsreiches Ausdauertraining
    Bei lang andauernden, monotonen Bewegungen stellen sich Ihre Muskeln so ein, dass sie optimal Leistung erbringen können. Sie tun das, indem Sie Ihre Länge funktionell entsprechend einstellen. Beim Ausdauertraining bedeutet dies oft, dass die Muskeln bei verkürzter Länge arbeiten (z.B. trifft dies auf die Hüftbeugemuskulatur beim Velofahren mit vorgebeugter Körperhaltung zu). Um solche, durch lang andauernde, monotone Aktivität hervorgerufenen Verspannungen zu vermeiden, empfehlen wir Ihnen, Ihr Ausdauertraining abwechslungsreich zu gestalten. Variieren Sie hierzu einfach die Trainingsgeräte! Je nach Dauer Ihres Ausdauertrainings erachten wir es als sinnvoll, dass Sie im selben Training zwei bis drei unterschiedliche Geräte benutzen.
  4. Vielfältigkeit
    Wir empfehlen Ihnen, die bei uns neu erworbene Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit und Koordination möglichst vielfältig im Alltag und Sport zu gebrauchen. Ein polysportiver Gebrauch Ihrer Muskeln fördert die Beweglichkeit.
  5. Nicht übertreiben
    Eine zunehmende Beweglichkeit erfordert eine Verbesserung der Stabilisationsfähigkeit des Gelenks. Letztere wird v.a. auch durch starke und gut zusammenspielende Muskeln vermittelt. Übermässiger Beweglichkeitsgewinn ohne gleichzeitige muskuläre Stabilisation, wie beispielsweise durch exzessives Dehntraining bewirkt, kann leicht zu Überlastungsbeschwerden führen. Erhöhen Sie daher Ihre Beweglichkeit nicht über das physiologisch sinnvolle Mass hinaus.
  6. Packen Sie's an
    Mit richtigem Krafttraining schlagen Sie gleich zwei Fliegen mit einer Klappe! Sie werden stärker UND beweglicher bei Wahrung der Gelenkstabilität. Zögern Sie daher nicht, von dieser Chance Gebrauch zu machen. Wir beraten Sie gerne.