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Kobalt ist
Bestandteil des Vitamins B12, und somit an
der Bildung roter Blutkörperchen beteiligt.
Es ist weiterhin an der Aktivierung einer
Reihe von Enzymen, wie z.B. der
Superoxiddismutase beteiligt.
Dieses Enzym baut in der Zelle
Wasserstoffperoxid (H2O2) ab.
Im menschlichen Körper schätzt man den
Bestand auf 1-2 mg. Speicherorgane für
Kobalt sind vor allem die Leber, das
Knochenmark, Bauchspeicheldrüse, Milz und
die Nieren.
Täglicher
Bedarf
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung
empfiehlt ab einem Alter von 13 Jahren eine
tägliche Aufnahme von 3 µg Vitamin B 12.
Dies entspricht einer Kobaltaufnahme von
etwa 0,3 µg.
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Hauptlieferanten
Kobalt ist in allen Lebensmitteln, die
Vitamin B12 enthalten, vorhanden. Vitamin
B12 kommt in tierischen Produkten wie
Fleisch, Innereien wie Leber, Nieren, Herz,
sowie in Fisch, Milch und Eiern vor. Auch in
Sauerkraut, welches mikrobiell hergestellt
wird, ist es enthalten. Pflanzen enthalten
so gut wie kein B12.
Veganer, also Vegetarier, die neben dem
Verzicht auf Fleisch auch keine Milch oder
Eier zu sich nehmen, sollten deshalb auf ein
B12-Präparat zurückgreifen.
Aufgrund der chemisch engen Verwandtschaft
zwischen Kobalt und Eisen kann es bei hohen
Eisenkonzentrationen im Darm, z. B. durch
die Einnahme von Eisentabletten, zu einer
verminderten Aufnahme von Kobalt kommen.
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Mangelerscheinungen
Das Vitamin B12, und damit auch Kobalt, kann
in der Leber gespeichert werden, so dass
sich ein Mangel erst nach sehr langer Zeit
(ca. 2 bis 5 Jahre) bemerkbar macht. Veganer,
ältere Menschen oder Patienten, denen der
Magen entfernt wurde, sowie Alkoholiker, die
sich nur einseitig ernähren, sind vom
Vitamin-B12-Mangel bedroht. Dieser äußert
sich durch Schädigungen des Nervensystems,
die sich als Gedächtnisschwächen bis hin zu
Demenz manifestieren und in bestimmten
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Formen von Anämie,
also Blutbildveränderungen. Bei dieser
speziellen Form der Anämie handelt es sich
um eine sog. makrozytäre Anämie, bei der
sich, auf Grund des Vitamin- B12-Mangels,
die Erythrozyten-Stammzellen im Knochenmark
nur verzögert teilen, und zu wenig
funktionsfähige Erythrozyten gebildet
werden.
Überdosierung
Während kleine Überdosen von Co-Verbindungen
für den Menschen nur wenig giftig sind,
führen größere Überdosen (ab etwa 25–30
Milligramm pro Tag) zu Haut-, Lungen-,
Magenerkrankungen, Leber-, Herz-,
Nierenschäden und Krebsgeschwüren. Als man
in Kanada früher Biere zur
Schaumstabilisierung mit Cobalt anreicherte,
stieg die Mortalitätsrate bei starken
Biertrinkern auf annähernd 50% an – bedingt
durch Herzmuskelschwäche („kanadisches
Biertrinkerherz“). Heute wird dem Bier
jedoch kein Cobalt mehr zugesetzt. |
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