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Molybdän
Der menschliche Körper enthält etwa 10 mg
Molybdän, vor allem im Skelett, sowie in den
inneren Organen und in der Haut.
Funktionen
im Körper
Der menschliche Körper enthält etwa 10 mg
Molybdän, vor allem im Skelett, sowie in den
inneren Organen und in der Haut.
Molybdän hat essentielle Funktionen im
Körper. Molybdän ist ein lebensnotwendiges
Spurenelement.
Es trägt zum Abbau schwefelhaltiger
Aminosäuren und zur Energiegewinnung bei.
Molybdän unterstützt im Stoffwechsel als
Cofaktor eine Reihe wichtiger Enzyme, vor
allem solcher, die für den Abbau von
stickstoff- oder schwefelhaltigen
Verbindungen zuständig sind. Hierzu zählen
z.B. Aminosäuren, die zu Harnstoff abgebaut
werden.
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Zwei Beispiele für Enzyme, die Molybdän
(zusammen mit Eisen) in ihre Struktur und
die aktiven Zentren mit eingebaut haben,
sind die Xanthinoxidase und
die Aldehydoxidase. Die Xanthinoxidase ist
am Purinstoffwechsel beteiligt und führt zu
der Bildung des Endprodukts Harnsäure. Die
Aldehydoxidase ist für den Alkoholabbau in
der Leber verantwortlich.
Über seine Funktion im Stoffwechsel hinaus
ist Molybdän Bestandteil der Zähne. Es hat
hier eine bakteriostatische Wirkung, d.h. es
hemmt Bakterien in ihrem Wachstum.
Bedarf
Der täglichen Bedarf an Molybdän ist 50 bis
100 µg für Kinder ab dem zwölften Lebensjahr
und Erwachsene an. Jüngere Kinder benötigen
etwas weniger. Bei normaler Ernährung wird
dieser tägliche Bedarf ausreichend gedeckt. |
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Ein Mehrbedarf an Molybdän kann bei einigen
entzündlichen Darmerkrankungen, wie Morbus
Crohn und Colitis ulcerosa oder bei
Resorptionsstörungen entstehen. Ferner kann
ein Mangel durch Magersucht oder bei länger
andauernder künstlicher Ernährung auftreten.
Mithilfe einer Haaranalyse kann eine
genauere Aussage zum persönlichen
Molybdänbedarf gemacht werden. Bei dieser
wird aus einer Haarprobe die Konzentration
der wichtigsten Mineralstoffe und
Spurenelemente ermittelt, ein Mangel bzw.
Überschuss an einem bestimmten Nährstoff
kann somit festgestellt werden.
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Molybdänhaltige Lebensmittel
Der Gehalt an Molybdän in Lebensmitteln
schwankt stark, er ist abhängig von den
Böden. Molybdän kommt vor allem in
Hülsenfrüchten, Weizenkeimen, Gewürzpflanzen
(Dill, Petersilie, Schnittlauch), Innereien
und Eiern vor. Es ist ausserdem ein Teil des
Getreidekeims. Beim Ausmahlen von Getreide
geht es aber in erheblichen Mengen verloren.
Im Mehl sind nur noch 40% des Molybdäns
enthalten. Molybdän kommt ausserdem im
Trinkwasser in unterschiedlichen Mengen vor.
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Molybdänmangel
Molybdänmangelerscheinungen sind kaum
bekannt. Möglicherweise begünstigt ein
Mangel die Entstehung von Karies, da
Molybdän am Einbau von Fluor in die Zähne
beteiligt ist.
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Harnsäure spielt im Organismus unter anderem
auch eine wichtige Rolle bei der chemischen
Bindung von freien Radikalen. Ein
Molybdänmangel verringert die
Harnsäurekonzentration und erhöht somit die
Belastung der Zellen durch freie Radikale,
die Mutationen der DNA verursachen können.
Auch im Aminosäurestoffwechsel kommt es zu
Störungen, wobei der Abbau toxischer
schwefelhaltiger Aminosäuren vermindert ist.
Auch der Purinstoffwechsel wird gestört und
es kommt zu einer Ansammlung von Xanthin,
welches normalerweise von der Xanthinoxidase
zu Harnsäure umgebaut
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wird. Erhöht sich die Xanthinkonzentration, können sich in der
Niere Xanthinsteine bilden. Ausserdem können
eine Reihe unspezifischer Symptome wie
Erregbarkeit, Nachtblindheit, Kurzatmigkeit,
Juckreiz oder Übelkeit entstehen.
Überdosierung
Eine Überdosierung von Molybdän aus der
Nahrung ist normalerweise unbedenklich.
Höhere zusätzlich aufgenommene Mengen können
zu einer vermehrten
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Harnsäurebildung führen und damit die
Entstehung von Gicht begünstigen.
Wenn Molybdän in zu grosser Menge zugeführt
wird, erhöht sich die renale (über die
Nieren) Ausscheidung von Kupfer, wodurch es
zu einem Kupfermangel kommen kann.
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