STOPP dem Rauchen!
Regelmässiges körperliches
Training, gesunde Ernährung, die daraus resultierende mentale Stärke
und Nichtrauchen sind die Grundpfeiler für ein langes, durch hohe
Lebensqualität gekennzeichnetes
Leben.
Genussmittel wie Wein und Bier sind seit Jahrtausenden
Bestandteil unseres Kulturgutes.
Der Tabak hingegen war bis ins 16. Jahrhundert in Europa unbekannt.
Entsprechend stellten die Rauchenden zunächst nur eine kleine
Minderheit der Bevölkerung dar.
Erst mit der Einführung
der Zigarette, die im Orient erfunden und von den Türken während der
Krimkriege in der Mitte des 19. Jahrhunderts nach Europa gebracht
wurde, setzte die Verbreiterung dieses neuen Produktes ein. Die
Zigarettenmarke „Camel“ war 1910 die erste maschinell gefertigte
Zigarette. Nach dem ersten
Weltkrieg war Rauchen ein Privileg der Reichen, nach dem 2.
Weltkrieg dann ein Produkt für jedermann.
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Die Fakten
Im Jahr 1880 wurden weltweit nur 10
Milliarden Zigaretten pro Jahr geraucht,
heute sind es 5‘500 Milliarden, entsprechend
15 Milliarden Zigaretten jeden
Tag! Weltweit werden 150 Milliarden
Franken pro Jahr mit Tabakwaren
umgesetzt, allein in der kleinen Schweiz
3.5 Milliarden Franken.
In Deutschland, der Schweiz und Österreich
treten hauptsächlich drei Zigarettenproduzenten
(Philip Morris 47.5%
Marktanteil, British American Tobacco 43.2% und Japan Tobacco 9.3%)
und
einige kleinere Zigarren- und Pfeifentabak-
Hersteller auf. Der Markt ist in
rund 100 Marken aufgeteilt.
In der Schweiz werden heute an über
30‘000 Verkaufsstellen, 14.2 Milliarden
Zigaretten verkauft, hauptsächlich
„Light“ Zigaretten (73%), praktisch
jede Zigarette mit Filter (98%). Die
grosse Anzahl der Verkaufsstellen
ermöglicht einen leichteren Zugang zu
Tabakwaren, als zu Grundnahrungsmitteln,
wie etwa Brot. Ein Drittel der
Bevölkerung raucht, 90% der Raucher
beginnen im Teenager-Alter. Von
den 2.3 Millionen Rauchenden in der
Schweiz möchten mehr als 1 Million mit
dem Rauchen aufhören.
Was macht das Rauchen so
gefährlich?
Der Tabakrauch setzt sich aus Nikotin,
Gasen und festen Bestandteilen,
die umgangssprachlich als „Teer“
bezeichnet werden, zusammen. Insgesamt
sind über 4‘000 verschiedene
chemische Substanzen im Tabakrauch
nachgewiesen, davon sind mindestens
40 als krebserregend identifiziert. Der
Gasanteil des Tabakrauchs enthält Reizgase
und toxische Gase, unter anderem
Kohlenmonoxid. Nikotin als wichtigster
Bestandteil des Tabaks, hat ein unerreichtes
psychisches Abhängigkeitspotenzial
und ist in seiner suchterzeugenden
Wirkung mit „harten“ Drogen
vergleichbar. Innerhalb von 7-8 Sekunden
erreicht das Nikotin das limbische
System im Hirn, das Lustzentrum des
Menschen. Durch die Stimulation von
Botenstoffen, den so genannten Neurotransmittern
(Abb.1), wird eine unzählige
Fülle von psychisch angenehmen
Wirkungen vermittelt.
Sind wir doch ehrlich, wer möchte nicht
innerhalb weniger Sekunden, mehrmals
täglich, eine der links dargestellten Wirkungen
„geniessen“?
Konditionierung – Automatismus
Das repetitive Rauchen (Beispiel: 20
Jahre x 20 Zigaretten täglich x 365 Tage
im Jahr x 10 Züge pro Zigarette = rund
1.5 Mio Züge) führt zu einem Konditionierungsverhalten,
das durch die situative Auslösung (z.B. nach dem Essen,
beim Telefonieren, beim Kaffeetrinken,
in der Pause etc.) eine positive Verstärkung
erlebt. Durch das tagtägliche
Wiederholen wird die Wahrnehmung
schrittweise durch einen Automatismus
abgelöst, der Weg zur Gewohnheit ist
geebnet.
Die Gesundheitsfolgen
Die medizinische Forschung hat bereits
1950 den Zusammenhang zwischen
Rauchen und Krebs wissenschaftlich
nachgewiesen. Enthüllungen aus internen
Papieren der Tabakindustrie zeigten,
dass diese seit 1952 über Beweise
für die krebserzeugenden Eigenschaften
des Tabakrauches verfügten, 4 der 5
grössten US-Tabakfirmen dementieren
heute noch öffentlich jeglichen kausalen
Zusammenhang zwischen Rauchen und
Krebs. Regelmässige Raucher leben im
Schnitt 8-10 Jahre weniger lang und
haben häufig nach 20 Jahren Rauchen
von 1 Paket Zigaretten auch eine deutlich
eingeschränkte Lebensqualität.
Tabakkonsum verursacht eine grosse
Anzahl von invalidisierenden und tödlichen
Krankheiten, vor allem chronische
Bronchitis, chronische verengte Atemwege
(COPD), Lungenemphysem, Lungenentzündungen; Krankheiten des
Herzkreislaufs, wie hoher Blutdruck, Arteriosklerose, Angina
pectoris, Herzinfarkt und Schlaganfälle und bei rund einem Drittel
der Raucher auch Impotenz in Form von Erektionsstörungen.
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Bei 13 verschiedenen Krebserkrankungen (Lunge,
Harnblase, Brust, Bauchspeicheldrüse, Speiseröhre und Magen, etc.) wurde
ein eindeutiger Zusammenhang mit dem Rauchen dokumentiert. Von den rund
3‘500 neuen Lungenkrebs- Fällen pro Jahr in der Schweiz sind 90%
Raucher/-innen.
Auf Grund dieser Fakten erstaunt es
nicht, dass ein Viertel der Bevölkerung
das Rauchen als grösstes Gesundheitsrisiko,
deutlich vor der Umweltverschmutzung
und dem Essverhalten,
erkannt hat. |
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