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Nickel
Nickel ist ein silberweiss glänzendes
Element und zählt zu den ferromagnetischen
Schwermetallen.
Benannt wurde Nickel nach
Berggeistern ('Nickel-Kobolde'), die den
mittelalterlichen Bergleuten die damals
wertlosen Nickel-Erze als Silber
vorspiegelten.
Nickel wurde 1751 von dem schwedischen
Mineralogen und Chemiker Frederick Cronstedt
entdeckt. Es kommt als reines Metall nur in
Meteoriten vor, welche die Erde erreichten.
Ansonsten liegt es u.a. als Magnetkies (Pyrrhotin),
Weissnickelkies (Kobalt-Nickelarsenid),
Rotnickelkies (Nickelarsenid) oder
Gelbnickelkies (Nickelarsenid) vor.
Nickel im
Organismus
Nickel ist für viele Organismen
lebensnotwendig (essentiell). Ob das Gleiche
auch für den Menschen gilt, ist bisher noch
nicht eindeutig geklärt. Nickel könnte aber
für einige Enzyme und den Stoffwechsel
bestimmter Hormone von Bedeutung sein und im
Zellkern beim Aufbau von Nukleinsäuren
mitwirken. Weiter scheint Nickel für die
Speicherung von Glykogen in der Leber eine
Rolle zu spielen.
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Funktionen im Körper
Im Körper eines Erwachsenen mit einem
durchschnittlichen Körpergewicht von 70 kg
findet man einige Milligramm Nickel, das vor
allem in hormonbildenden Drüsen, Lunge,
Leber und Nieren vorkommt. Nickel ist
Bestandteil einer Reihe von Enzymen wie der
Urease. Die Urease spaltet Harnstoff in
Kohlendioxid und Ammoniak. Ausserdem
enthalten die Enzyme, die DNA und RNA
bearbeiten oder stabilisieren, relativ viel
Nickel. |
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Bedarf
Nickel wird vorwiegend aus pflanzlichen
Lebensmitteln aufgenommen. Besonders
nickelreich sind beispielsweise Kakao und
kakaohaltige Produkte, Sojabohnen, Linsen,
Bohnen, Erbsen, Kopfsalat und andere Gemüse.
Dagegen enthalten Back- und Teigwaren sowie
Fleisch und Wurst nur wenig Nickel.
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Da sie aber
häufig gegessen werden, tragen auch sie zur
Versorgung bei. Der Nickelbedarf ist nicht
genau bestimmt, er wird meist mit 25 bis zu
50 mcg täglich angegeben und liegt deutlich
unter 100 mcg. Die Angaben für die tägliche
Aufnahme gehen mit 150 bis zu 800 mcg sehr
weit auseinander. Im Durchschnitt wird
geschätzt, dass wir mit der Nahrung etwa 60
bis 260 mcg täglich aufnehmen. Die Zufuhr an
Nickel ist damit höher als der bisher
angesetzte Bedarf. Über den Stoffwechsel von
Nickel ist wenig bekannt. Man schätzt, dass
nur 1 bis 10 Prozent resorbiert werden.
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Andere
Mineralstoffe und Spurenelemente wie Eisen,
Magnesium, Zink und Kalzium können die
Absorption von Nickel beeinflussen.
Der geschätzte Tagesbedarf an Nickel (50
mcg) ist enthalten in
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Kakao 5 g |
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Teeblätter 7
g |
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Hülsenfrüchte, Schokolade, je 20 g |
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Nüsse 30 g |
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Getreide,
Niere, je 200 g |
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Muskelfleisch 250 g |
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Obst,
Gemüse, je 300 g |
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Fisch 1000 g |
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Milch 5
Liter |
Ein Mangel an Nickel ist beim Menschen
bisher nicht nachgewiesen, allenfalls wurde
bei Anämie und Leberzirrhosen ein
verminderter Gehalt von Nickel im Blut
bekannt. In Tierexperimenten konnte bei
fehlendem Nickel die gestörte
Eisenverwertung und Blutbildung nachgewiesen
werden.
Dadurch könnte die Zahl der Erythrozyten und
der Gehalt an Hämoglobin und Hämatokrit
sinken. Weiter kann die Aktivität von
Enzymen, die am Zitratzyklus (Atmungskette)
beteiligt sind, verringert sein, gleiches
gilt für Enzyme, die am Abbau von Glukose
beteiligt sind.
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Noch ist nicht
geklärt, ob ein Nickelmangel Einfluss auf
eine Leberzirrhose und die chronische Urämie
nimmt.
Nickelmangel
Ein Mangel an Nickel führt zu einer Störung
der Atmungskette (Zitronensäurezyklus), weil
Nickel Beststandteil einiger der beteiligen
Enzyme ist. Ausserdem kann es zu einer
Störung des Stoffwechsels beim Glukoseabbau
kommen. Durch die Beteiligung von Nickel an
der Urease, dem Enzym, das Harnstoff (Urea)
abbaut, kommt es bei Nickelmangel
möglicherweise zu einer Urämie, also einer
erhöhten Harnstoffkonzentration im Blut.
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Überdosierung und Nebenwirkungen
Eine Nickelallergie ist relativ häufig. Man
geht davon aus, dass bis zu zehn Prozent der
Frauen und etwa ein Prozent der Männer auf
den Hautkontakt mit Nickelverbindungen
allergisch-entzündlich reagieren und es zu
einem Kontaktekzem kommt. Als Auslöser
gelten meist nickelhaltige Uhren und
nickelhaltiger Schmuck. Häufig enthalten
auch die Metallknöpfe von Hosen,
insbesondere von Jeans, Nickel. |
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