Viele „Alterskrankheiten„ sind auf die abnehmende Muskelkraft zurückzuführen.  

Ohne die Muskulatur ist keine Bewegung, ja nicht einmal gerades Sitzen oder Stehen möglich. Unsere Muskeln halten, stützen und bewegen den Körper 24 Stunden am Tag. Selbst im Schlaf kommen sie nicht zur Ruhe.

Der altersbedingte Muskelschwund – in der Fachsprache Sarkopenie genannt – führt zu vielen negativen Folgeerscheinungen. So werden ältere Menschen durch die Beschränkung der Muskelkraft vielfach weniger mobil und somit unselbständiger. Durch die fehlenden Druck- und Zugkräfte auf die Knochen wird die Osteoporose (Knochenschwund) begünstigt und Knochenbrüche treten schneller und häufiger auf.

Die Betroffenen werden durch den Verlust an Muskelmasse und –kraft also schwächer und unsicherer in den Bewegungen. Das führt zu einer erhöhten Sturzgefahr. Kommt es dann wirklich zu einem Sturz, ist die Wahrscheinlichkeit, dabei eine Knochenfraktur zu erleiden, erhöht.


Der Nutzen von Krafttraining im Alter

Entgegen der weit verbreiteten Meinung, dass gegen Muskelverlust und Gebrechlichkeit kein Kraut gewachsen ist, sind ältere Menschen relativ gesehen ähnlich gut trainierbar wie jüngere. Mit kontinuierlichem und kontrolliertem Krafttraining an Widerstandsgeräten kann der altersbedingte Muskelverlust aufgehalten oder sogar rückgängig gemacht werden. Somit bleibt die Kraft erhalten oder nimmt zu.

Dies ist eine Grundvoraussetzung, um auch im höheren Alter körperlich aktiv und mobil zu bleiben und um seinen täglichen Beschäftigungen nachgehen zu können. Durch gezieltes, kontrolliertes Krafttraining werden auch die im Alter häufig mit schlimmen Folgen verbundenen Stürze vermieden. Folgende Nutzen stehen in direktem Zusammenhang mit richtig ausgeführtem Krafttraining.

  Verhinderung des Abbaus respektive Förderung des Aufbaus von Muskeln und Muskelkraft
  Reduzierung von Rückenschmerzen
  Verminderung von Abnützungsschäden und Linderung von Arthroseschmerzen
  Knochenabbauprozesse können verzögert und Knochenaufbauprozesse gefördert werden, womit dem Knochenschwund (Osteoporose), aktiv vorgebeugt werden kann
  Verbesserung des Fettstoffwechsels
Als sehr stoffwechselaktives Gewebe ist die Muskulatur für einen Grossteil des Energieumsatzes zuständig.
  Verbesserung des Zuckerstoffwechsels: Gerade für Zuckerkranke und Übergewichtige kann eine entscheidende Verbesserung des
Zuckerstoffwechsels erzielt werden.
  Förderung der Verdauung
  Reduzierung des Ruheblutdruckes: Entgegen der Meinung, dass nur Ausdauertraining den Blutdruck mittelfristig zu senken vermag, kann gerade auch korrektes Krafttraining zu einer Reduktion des Ruheblutdruckes beitragen.
  Knochenabbauprozesse können verzögert und Knochenaufbauprozesse gefördert werden, womit dem Knochenschwund (Osteoporose), aktiv vorgebeugt werden kann

Alles in allem erstaunliche Auswirkungen eines gezielten Krafttrainings. Junge Menschen können es als Präventivmassnahme anwenden, sodass im Alter diese negativen Erscheinungen erst gar nicht auftreten. Für ältere Menschen ist es ideal, um eventuelle Einschränkungen oder Krankheitserscheinungen zu korrigieren.