Thiamin (Vitamin B1)
für mehr Lebensfreude


Neurologen fällt immer wieder auf dass Patienten, die zu ihnen kommen, kaum Thiamin (Vitamin B1) im Blut haben. Wahrscheinlich verfugen die meisten von ihnen schon seit Jahren über zu wenig von diesem enorm wichtigen Nervenvitamin in ihrem »Lebenssaft«.

Schlechte Nerven durch Vitaminmangel

Bei allen fingen die Beschwerden ähnlich an: erst ständige quälende Müdigkeit, Reizbarkeit, Appetitmangel, Vergesslichkeit, Konzentrationsmangel, dann Schlafstörungen, Mutlosigkeit - und die ersten Warnzeichen: Prickeln in den unteren Gliedmaßen, Herzflattern, Verwirrtheitszustände. Häufig wird die eigentliche Ursache beim Arzt nicht diagnostiziert. Der Patient holt sich mit seinem Rezept Tropfen und Tabletten, die lediglich die Symptome bekämpfen.

Vitamine der B-Gruppe kommen in Naturprodukten nie isoliert vor, sondern immer als
Vitamin-B-Komplex. Deshalb hat es keinen Sinn, sich z.B. das Vitamin B3 in der Apotheke zu besorgen, um damit irgendeine Krankheit zu behandeln.


Warnzeichen für Thiaminmangel

Aggressivität Müdigkeit
Nervenschwäche Depressive Verstimmungen
Schlafstörungen Herzrhythmusstörungen
Schweratmigkeit Konzentrationsmangel
Verstopfung Kribbeln in Armen und Beinen
Appetitmangel


Ihr täglicher Bedarf an Thiamin

Der tägliche Bedarf an Thiamin betragt 0,5 Milligramm pro verbrauchten 1000 Kilokalorien. Daraus ergibt sich folgender Tagesbedarf für:

  Frauen: 1,0 bis 1,1 Milligramm       Stillende Mutter: 1,6 Milligramm
  Schwangere: 1,5 Milligramm       Manner: zwischen 1,2 and 1,5 Milligramm

Wer Sport treibt, hat wiederum je nach Kalorienverbrauch einen entsprechend höheren Bedarf.

Das Vitamin-B1-Dilemma


Die Hälfte aller Vitamin-B1-Reserven ist in den Muskeln gespeichert, denn sämtliche Muskelbewegungen werden durch Nerven gesteuert, und dafür ist Thiamin unerlässlich. Wenn z.B. Hochleistungssportler ein Formtief haben, fehlt es nicht selten an Vitamin B1.
 
Uns geht es im Alltag nicht anders. Die Nährsubstanz Thiamintriphosphat (TTP) ist ein wichtiges Koenzym für den Magnesiumstoffwechsel. Der spielt bei allen Muskeln - besonders im
Herzmuskel - eine wichtige Rolle.
 
Das Problem: Vitamin B1 kann sich im Körper nur 20 bis 30 Tage lang halten, danach wird es ausgeschwemmt. Gerade wer häufig durch die Stressmühle gedreht wird, muss für eine thiaminreiche Kost sorgen.
 
Vitamin C ist der Hauptverbündete dieses B-Vitamins. Auch die Zitronensäure (in allen Südfrüchten) schützt Vitamin B1 vor allzu raschem Abbau zu so genannten Quinonen and anderen nutzlosen Substanzen.
 
Weil Vitamin B1 im Darm sehr schnell absorbiert wird, kann schon eine einzige thiaminreiche Mahlzeit innerhalb weniger Stunden den nervlichen Zustand wesentlich verbessern.





Vitamin-B1-Gehalt in Lebensmitteln

Lebensmittel Milligramm
(je 100 Gramm)
   
Sonnenblumenkerne 1,95
Weizenkeime 1,76
Pistazien 0,74
Schweineschinken 0,68
Buchweizen 0,58
Vollkorngetreide 0,54
Haselnüsse 0,43
Linsen 0,43
Naturreis 0,40
Grüne Erbsen 0,28
Leber 0,26
Kartoffeln 0,12


Die Extraportion Thiamin

Thiamin ist besonders wichtig für Herzfunktionen, Nerven, die Gedächtnisleistung und den Kohlenhydratstoffwechsel. Es vermindert die Magensäure, lindert Schmerzen and sorgt für geistige Frische, einen gesunden Appetit and eine gute Verdauung. Zudem hilft es bei der Wundheilung.
Folgende Personengruppen brauchen besonders viel Vitamin
B1 and sollten sehr genau auf ihre Zufuhr achten:

  Ältere Menschen
  Menschen, die sehr unter Stress stehen
  Menschen, die viel Kaffee oder schwarzen Tee trinken
  Menschen, die häufig unter Durchfall leiden
  Fieberkranke

Wer seinem Stoffwechsel Thiamin zufuhren möchte, sollte in der Apotheke nicht Vitamin-
B1-Präparate kaufen, sondern lieber zu Bierhefe greifen, die neben Thiamin auch alle anderen
B-Vitamine in hoher Konzentration enthält.