Silizium

Silizium wurde 1823 von dem berühmten schwedischen Wissenschaftler Berzelius entdeckt. Es ist das zweithäufigste Element der Erdkruste, in der Natur kommt es vor allem als Quarz und in Silikatverbindungen vor. Silizium ist außerdem in der Kieselsäure mit einem Anteil von etwa einem Drittel enthalten. Diese kommt in vielen Kristallen vor, beispielsweise in Achat, Amethyst, Bergkristall, Opal, Onyx und Rosenquarz.

In der Industrie wird Silizium für die Herstellung von Glas, Porzellan und Zement genutzt. Im menschlichen Körper ist Silizium ein wichtiges, strukturgebendes Element für Knorpel, Haut und Bindegewebe. Es trägt zur Bildung von Glykosaminglykanen (Mucopolysaccharide im Stütz- und Bindegewebe) und von Kollagen (Quervernetzung) bei, da es eine starke Fähigkeit besitzt, Netze zu bilden. Silizium ist außerdem ein Element der knochenbildenden Zellen. Es trägt zur Verkalkung und Mineralisation der Knochen bei.

Silizium kommt vorwiegend organisch gebunden in Pflanzen vor, seltener dagegen in tierischen Lebensmitteln. Es ist im allgemeinen schlecht resorbierbar und geht vermutlich bei industrieller Verarbeitung teilweise verloren. Silizium aus der Kieselsäure ist dagegen besser verfügbar. Sind Pflanzen durch einen erhöhten Gehalt an Aluminium belastet, kann dies die bioverfügbaren Mengen von Silizium verringern.


Bedarf

Der tägliche Bedarf wird auf fünf bis zehn Milligramm täglich geschätzt. Silizium ist vor allem in pflanzlichen Lebensmitteln wie Kartoffeln, einer Reihe von Getreidesorten, Spinat und Obst enthalten.

Mithilfe einer Haaranalyse kann eine genauere Aussage zum persönlichen Siliziumbedarf gemacht werden. Bei dieser wird aus einer Haarprobe die Konzentration der wichtigsten Mineralstoffe und Spurenelemente ermittelt, ein Mangel bzw. Überschuss an einem bestimmten Nährstoff kann somit festgestellt werden.


 

Kieselsäure bzw. Silizium ist wichtig: für die Zellatmung, für Aufbau und Spannkraft des Bindegewebes, für die Kollagensynthese, deshalb für die Elastizität und Festigkeit der Arterien- und Venenwände, für die Matrix und die Mineralisierung (Calciumeinbau) der Knochen, für den Aufbau und die Festigkeit des Knorpels in den Gelenken, für die Aktivität des Immunsystems, das vor der Ausbreitung von Infektionen und bösartigem Zellwachstum schützt, zur örtlichen Linderung von Entzündungen in Mund, Rachen, Speiseröhre, Magen sowie auf der Haut.

Es gibt kaum ein anderes elementares Mittel - außer dem Sauerstoff, den wir atmen - mit derart wichtiger, notwendiger und weitreichender Wirkung zu vergleichsweise minimalem Kostenaufwand.

Die essentielle Eigenschaft von Silizium für die Gesundheit ist erst seit 1972 bekannt.

Auf Grund der weiten Verbreitung in vollwertigen Nahrungsmitten, vor allem in Getreide, sind extreme Mangelzustände sehr selten. Gerade deswegen wird die optimale Aufnahme an Silizium für die bestmögliche Gesundheit noch zu wenig beachtet. Hauptproblem der Siliziumversorgung ist die geringe Resorptionsquote unseres Organismus, die mit dem Älterwerden noch weiter zurückgeht. Dieses Problem kann mit der Zufuhr kolloidaler Lösungen der Kieselsäure (im Reformhaus erhältlich) besser gelöst werden. Inzwischen gibt es etliche fundierte Forschungsarbeiten über die gesundheitserhaltenden bzw. gesundheitsfördernden Wirkungen von Silizium.
 

Silizium-Gehalt in Lebensmitteln je 100 Gramm

Lebensmittel   Menge  
       
Kartoffeln   200 mg  
Weizenkorn   158 mg  
Petersilie   13 mg  
Blumenkohl   8,7 mg  
Erdbeeren   6,1  
Spinat   4 mg  
Weintrauben   3,6 mg  
Erbsen   2,1 mg  
Paprika   1,7 mg  
Birnen   1,5 mg  


Mangelerscheinungen


Silizium wird bisher nicht als ein für den Menschen essentielles Spurenelement angesehen. Ein Mangel kann jedoch einige körperliche Folgen haben. Dazu gehören beispielsweise brüchige Nägel, Haarausfall, gestörte Kollagenbildung, sinkende Elastizität der Haut und der Blutgefäßwände sowie Osteoporose. Bei einer Reihe von Krankheiten, beispielsweise Arteriosklerose, Diabetes, Kropf, Neurodermitis und Nierensteine, sind veränderte Konzentrationen von Silizium bekannt.

Mit zunehmendem Alter kann der Gehalt in einigen Geweben, beispielsweise in den Blutgefäßen und der Haut, sinken. Eine übermäßige Zufuhr an Silizium kann zu Vergiftungen, der Silikose, führen. Diese trat früher bei Minenarbeitern, die quarzhaltige Stäube einatmeten, häufiger auf und veränderte die Lungengewebe. Heute kommt diese Krankheit nur selten vor.

Die meisten der oral aufgenommenen Siliziumverbindungen sind ungiftig. Silikate werden in der Medizin seit vielen Jahren als Antazida gegen Sodbrennen eingesetzt.

Eine längere Anwendung soll wegen möglicher Harnsteinbildung und eventuell übermäßiger Zufuhr jedoch nur unter therapeutischer Kontrolle erfolgen. Gaben von Silizium könnten möglicherweise auch bei Haarausfall, brüchigen Nägeln, mangelnder Elastizität der Haut, Osteoporose und Gewebealterung empfehlenswert sein. Silizium ist als Pflanzenextrakt und Tee (Brennesseln, Schachtelhalm) und Gel erhältlich. Außerdem wird es als Kieselerde und kieselerdehaltige Basenmischungen angeboten.