Autsch! Gesundes Essen!

Zuviel des Süssen

Einladungen, Weihnachtsessen, Weihnachtsmarktbesuche – überall locken die Versuchungen. Ganz abgesehen von den Festtagen, die noch bevorstehen. Tage voll üppiger Mahlzeiten mit Familie und Freunden stehen an.

Bei all dem Überangebot an lockenden Köstlichkeiten möchte man ein wenig dagegen halten. Um trotz Festtagsschmaus & Co. das Gewicht unter Kontrolle zu halten, lassen viele Leute häufig eine Mahlzeit ausfallen und essen stattdessen nur ein paar Früchte. Auch ein vermeintlich gesunder Früchte-Smoothie oder Lebensmittel mit gesund klingenden Süssungsmitteln wie Kokosblüten- oder Birkenzucker erobern die ernährungsbewusste Küche.

Zuviel des Süssen
All diese Zuckerquellen können aber mit Beschwerden wie Aufstossen, Blähungen, Durchfall und starken schmerzhaften Darmbewegungen einhergehen. Hier geht es nicht direkt um eine Unverträglichkeit von Fruchtzucker, sondern eher um eine Aufnahmestörung im Darm (Malabsorption) aufgrund des zu hohen Angebots. Sprich, wird in kurzer Zeit zu viel Fruchtzucker (Fruktose), vor allem in flüssiger Form, zu sich genommen, ist der Darm mit der Aufnahme überfordert und es kommt zu Verdauungsstörungen. Es handelt sich also eher um einen Essfehler, als um ein Krankheitsgeschehen.

Zucker hat viele Namen
Auch ein Blick auf die Zutatenliste lohnt sich: Fruktose (Fruchtzucker), Laevulose (Fruchtzucker), Invertzucker/-sirup, Isoglukose (Maiszucker/-sirup) sind nur einige Beispiele, hinter denen sich Fruchtzucker verbirgt. In diesem Fall kann leicht Abhilfe geschaffen werden, indem statt Fruchtsäfte oder -smoothies mehr Gemüse statt Obst verzehrt wird oder ganz allgemein verarbeitete Lebensmittel sehr reduziert konsumiert werden. Früchte sollten nicht isoliert als Zwischenmahlzeit oder Mahlzeitersatz gegessen, sondern immer mit etwas Eiweiss (z.B. Milchprodukt) gemischt werden, damit nicht zu viel Fruchtzucker auf einmal in den Darm gelangt.

Dominique Judith Remy, dipl. Ernährungsberaterin HF