Ernährungstipps

Blähbauch ade!

Kennen Sie das auch, dass sich nach dem Essen ihr Bauch stark aufbläht? Begleitet vielleicht sogar von Flatulenz und Stuhlunregelmässigkeiten? Gesellen sich noch Druckschmerzen im Bauch, Müdigkeit, Unwohlsein oder Aufstossen hinzu, besteht Handlungsbedarf.

Ein Blähbauch und seine Begleiterscheinungen können einerseits auf eine Unverträglichkeit wie z.B. Laktoseintoleranz hindeuten, häufig wird dies aber – nach negativer Abklärung – als sogenanntes Reizdarmsyndrom (IBS) eingestuft. Im schlimmsten Fall werden die Betroffenen als Hypochonder oder «das ist rein psychosomatisch» abgespeist.

Hilfe in Sicht
In den letzten Jahren hat sich die «FODMAP-arme Ernährung» als sehr effektiv bei Reizdarmsyndrom und anderen unspezifischen Verdauungsbeschwerden gezeigt. Wichtig ist, dass eine mögliche Zöliakie (Glutenunverträglichkeit) medizinisch ausgeschlossen ist. FODMAP – das ist die Abkürzung für «Fermentierbare Oligo-, Di-, Monosaccharide und (and) Polyole (Zuckeralkohole)». Dies umschliesst eine Gruppe von Mehrfach- bis Einfachzuckern, die in verschiedenen Früchten, Gemüsen, aber auch in Getreiden, Getreideprodukten, Hülsenfrüchten und als Süssungs-/Feuchthaltemittel vorkommen. In einem ersten Schritte werden anhand einer Liste die FODMAP-haltigen Lebensmittel möglichst strikt gemieden und es wird geschaut, ob sich innerhalb von 14 Tagen eine erste Besserung der Beschwerden zeigt. Ist dies der Fall, wird diese Eliminationsphase bis auf ca. sechs Wochen ausgeweitet, bis man weitestgehend beschwerdefrei ist. Dann beginnt die Testphase, in der einzelne FODMAP-haltige Lebensmittel in kleinen Mengen wieder eingeführt und deren Verträglichkeit in Abhängigkeit der Menge und anderen Einflussfaktoren ausprobiert werden. Schliesslich sollen so wenig Lebensmittel wie möglich weggelassen werden, damit es zu keiner Mangel- oder Fehlernährung kommen kann.

Wichtig: Die FODMAP-arme Ernährung sollte nur mit einer geschulten, dipl. Ernährungsberaterin HF/FH/Bsc of Sciences durchgeführt werden.

Eine Übersicht der Lebensmittel mit den relevanten Zuordnungen finden Sie hier: https://www.fodmaps.de/fodmap-liste/

Dominique Judith Remy, dipl. Ernährungsberaterin HF