Stoffwechsel ankurbeln

Muskeln für den Stoffwechsel

In einem gesunden Körper steckt nicht nur ein gesunder Geist, sondern auch ein leistungsfähiger Stoffwechsel. Wer sich regelmässig fit hält – vor allem mit einer Kombination aus Kraft- und Ausdauersport – trainiert seinen Energiestoffwechsel und hält seine Körperfunktionen perfekt am Laufen.

Wenn wir Essen zu uns nehmen, wird es zerkleinert, verarbeitet und in Nützliches und Unbrauchbares sortiert. Das Brauchbare wird verteilt und zu den einzelnen Zellen im ganze Körper transportiert. Das Unnütze wird raschmöglich ausgeschieden. Voilà! Das nennt man Stoffwechsel oder Metabolismus.

Diäten hungern den Stoffwechsel aus
Ernährungswissenschaftler sind sich einig: Nur durch gesunde Ernährung schafft man es nicht, den Stoffwechsel anzuregen. Wer seinen Stoffwechsel völlig lahmlegen will, sollte mit Diäten beginnen oder zu wenig essen, dann leiden Hirn und Organe Hunger. Der Effekt davon: Die 60 Billionen Zellen im Körper holen sich, was sie kriegen können, um weiter zu leben. Ganz schlimm: Die inneren Organe nehmen sich die Energie dort, wo sie noch vorhanden ist – in den Muskeln. Und dort, wo früher Muskelmasse war, wird Platz für Fettzellen geschaffen, die man dann auch noch ein Leben lang behält. Zudem sind Fettzellen sehr vermehrungsfreudig; sind sie satt, bilden sie sogleich neue Fettzellen. Ein Teufelskreis.

Trainierter Stoffwechsel mit Turbo-Fettverbrennung
Deshalb ist es so wichtig, den Stoffwechsel in Schuss zu halten. Am besten mit einem anregenden Kraft- und Ausdauertraining. Ein sportlich trainierter Energiestoffwechsel, der hauptsächlich Kohlenhydrate und Fette verarbeitet und den Zellen Energie zur Verfügung stellt, erledigt seine Aufgabe viel effizienter als ein bewegungsarmer. Er schafft es sogar, in Ruhephasen an den Speck zu gehen und die Fettreserven anzuzapfen. Regelmässige Kraft- und Ausdauersportler müssen sich also weniger Sorgen beim üppigen Sonntagsbrunch machen: Ihr Stoffwechsel schaltet schneller auf Fettverbrennung um.

Eher in den Marketingtrick-Bereich gehört die Unterscheidung in «Hardgainer» (essen gut und bleiben fit und schlank) und «Softgainer» (setzen schnell Fett an, dafür legen sie zügig an Muskelkraft zu). Es dürfte eher am individuellen Grundumsatz liegen, dem Zusammenspiel zwischen guter Ernährung und regelmässigem Sport.

Wie es mit der sportlichen Energiebilanz aussieht, erzählen unsere sportwissenschaftlichen Experten in dieser Ausgabe.

(Quellen: Wikipedia, Sporthochschule Köln)

Lilly Sulzbacher