Optimale Energiebilanz

Training und Stoffwechsel

Abnehmwillige Personen kennen die allgemeine Empfehlung, dass in erster Linie eine negative Energiebilanz angestrebt werden sollte, um Fettmasse abzubauen. Diese negative Energiebilanz kann auf drei Arten erreicht werden: 1. Erhöhung der körperlichen Aktivität, 2. Reduktion der Energieaufnahme, 3. Kombination der beiden erstgenannten Punkte. Da Energie weder erzeugt noch vernichtet werden kann, bedeuten diese Situationen, dass der Körper das Energiedefizit mit seinen eigenen Energiespeichern decken muss.

Viele Trainer und Ernährungsberater interpretieren diese Erkenntnis so, dass die Abnahme der Fettmasse am grössten ist, je öfters, je länger und je härter jemand bei konstanter oder negativer Energiezufuhr trainiert. Der Zusammenhang zwischen körperlicher Aktivität und Energieumsatz ist jedoch deutlich komplexer als von diesen Trainern und Ernährungsberatern angenommen wird.

Stoffwechsel – eine Sache der Ausgewogenheit
Neue wissenschaftliche Erkenntnisse deuten nämlich darauf hin, dass der tägliche Energieumsatz nicht linear mit ansteigender Bewegungsaktivität zunimmt. Ab einem gewissen Niveau flacht der tägliche Energieumsatz trotz steigender Bewegungsaktivität ab. Folglich muss Energie an einem anderen Ort eingespart werden. Dies geschieht, indem der Energieumsatz, der nicht durch körperliche Aktivität generiert wird, abnimmt. Demnach werden ab einem gewissen (zu) hohen Sportpensum die übrigen Stoffwechselprozesse im Körper gedrosselt. Als Folge daraus können langfristig negative Effekte auftreten, wie zum Beispiel Müdigkeit, Erschöpfung, Infekt- und Verletzungsanfälligkeit. Eine Erhöhung des Aktivitätspensums über den individuellen Sättigungspunkt hinaus, kann daher die gleichen negativen Folgen aufweisen, wie eine sehr starke Reduktion der Energieaufnahme. Die Höhe des Sättigungspunktes ist vermutlich von Person zu Person unterschiedlich. Daher können keine allgemeingültigen Empfehlungen abgegeben werden. Bemerken Sie jedoch nach einer starken Steigerung des Aktivitätsniveaus, dass Sie vermehrt erschöpft und anfällig auf Erkrankungen sind, lohnt es sich, eine Trainingspause einzulegen und eventuell einen Arzt aufzusuchen.


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