Body-Mind-Connection: Krafttraining für deine mentale Stärke

Lesezeit: 7 min | Autorin: Angelica Muritu

Durch den gesellschaftlichen Wandel sprechen wir heute offener über mentale Gesundheit. Ein wichtiger Schritt, um ein langes tabuisiertes Thema endlich sichtbar zu machen. Eine stabile Psyche ist essenziell, um Alltagsstress und andere Herausforderungen zu bewältigen – für alle Geschlechter. Regelmässiges Krafttraining kann dabei eine grössere Hilfe sein, als man zunächst vermuten würde.

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In unseren Blogposts rund um das Thema Frauen und Krafttraining haben wir viele Aspekte beleuchtet. Seien es die Risiken im Alltag ohne Muskelaufbau, verstärktes Selbstbewusstsein mit Krafttraining und mein persönlicher Favorit: Der Myth-Buster-Blogeintrag, der mit gängigen Vorurteilen rund um das Krafttraining aufräumt.

Was wir dabei nicht vergessen dürfen ist, dass Krafttraining nicht nur unsere körperliche Form stärkt, sondern wichtig für unsere mentale Gesundheit ist. Studien zeigen: Wer sich regelmässig bewegt, fühlt sich oft ausgeglichener, weniger gestresst und steigert sein allgemeines Wohlbefinden. Sport kann sogar helfen, psychischen Erkrankungen wie Depressionen oder Angststörungen vorzubeugen (Quelle: Die Bedeutung von körperlicher Aktivität für die psychische Gesundheit).

Kurz gesagt: Bewegung ist ein echter Allrounder für Körper und Geist und fast schon eine Form der Therapie.

Krafttraining als mentale Selbstverteidigung 

Bei der Recherche zu diesem Beitrag bin ich auf den spannenden Artikel der New York Times gestossen: «How Weight Lifting Can Help Heal Trauma» (‘Wie Gewichte heben Traumata heilen kann’; zahlungspflichtiger Artikel). In dem Artikel kommen Männer und Frauen zu Wort, die traumatische Erlebnisse mit Gewichtheben und Krafttraining verarbeiten. Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass regelmässiger Sport ein wertvolles Mittel ist, um die Posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS / PTSD) zu adressieren und zu verarbeiten (Quelle: Wiley Online Library).

Besonders berührt hat mich das Zitat einer 36-jährigen Frau, die schweren Missbrauch erlebt hatte. Ihr ursprüngliches Ziel war ein besser geformter Körper. Doch je öfter sie trainierte, desto sicherer, ruhiger und beständiger fand sie sich im Alltag wieder.

„Ich habe nicht einmal versucht, das Gewichtheben als Mittel zur Bewältigung meiner psychischen Gesundheit zu nutzen. Aber es gab mir die Möglichkeit, mich körperlich zu wehren – gegen all die Angst und Ohnmacht, die ich ständig empfand.“Zitat von Rachel Sloan (36) aus dem New York Times-Artikel

Kurzer Disclaimer: Klar, bei ACTIV FITNESS wissen wir: Ein Besuch im Gym ist nicht das Allheilmittel für psychische Herausforderungen. Wenn dich etwas wirklich belastet und du darüber sprechen möchtest, hol dir bitte professionelle Unterstützung.

Trotzdem zeigt der Artikel etwas Spannendes: Rachel fand zufällig ein Ventil, das ihr half, sich körperlich und mental zu stärken. Genau diese Energie kann auch im ganz normalen Alltagsstress helfen – den kennen wir schliesslich alle.

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Das Jahr 2025 – der Alltagsstress ist real AF

Es ist 2025 und ein Blick in die Nachrichten oder auf Social Media kann schnell überfordern. Die Welt scheint sich immer schneller zu drehen, während wir gleichzeitig im Alltag funktionieren müssen: Termindruck, Mental Load, berufliche Unsicherheiten, Beziehungsfragen – die Liste ist lang.

Ein möglicher Ausgleich? Ein paar konzentrierte Minuten im Freihantelbereich – an einem der 128 ACTIV FITNESS-Standorte.

Krafttraining ist der ultimative Stresskiller

Vom Stresshormon Cortisol hast du bestimmt schon gehört. Es reguliert unter anderem unseren Schlaf-Wach-Rhythmus. Vielleicht gehörst du auch zu den Glücklichen, die vor dem Wecker aufwachen – danke, Cortisol! Es wird in den Nebennieren produziert und sorgt dafür, dass wir morgens in Schwung kommen.

Doch bei Dauerstress bleibt der Cortisolspiegel erhöht und das birgt negative Folgen: Schlafprobleme, geschwächtes Immunsystem, erhöhter Infektanfälligkeit. Genau hier setzt Krafttraining an: Es hilft, den natürlichen Rhythmus wiederherzustellen, den Cortisolspiegel zu regulieren und die Schlafqualität zu verbessern. Bereits kurze, regelmässige Einheiten von 30 Minuten können einen grossen Unterschied machen.

Ein empfehlenswertes Video der ARD erklärt anschaulich, wie Krafttraining und eine ausgewogene Ernährung helfen, Stress zu reduzieren:

Krafttraining ist dein natürlicher Verbündeter in der Menopause

Zugegeben: Mit Mitte 30 ist die Menopause für mich noch ein Stück entfernt. Aber das wird uns als Frauen alle treffen und je früher wir uns damit beschäftigen, desto besser sind wir für diesen hormonellen Wechsel bereit.

Während der Menopause verändert sich unser Hormonhaushalt stark – was unter anderem zu Angststörungen, Schlafstörungen und Müdigkeit führen kann. (Quelle: Deutsche Menopause Gesellschaft). Gleichzeitig nimmt die Muskelmasse ab, das Osteoporoserisiko steigt, und der Stoffwechsel verlangsamt sich. Doch es gibt einen effektiven Ausweg: regelmässiges Krafttraining.

“Schweres Heben – was auch immer das für dich bedeutet – hilft in dieser Übergangsphase am meisten.” (Quelle: Strength Training During Perimenopause)

Studien zeigen, dass Krafttraining in den Wechseljahren nicht nur die körperliche Leistungsfähigkeit erhöht, sondern auch die psychische Stabilität stärkt. Es fördert die Ausschüttung von Endorphinen und Serotonin, verbessert das Selbstwertgefühl und schafft ein Gefühl der Kontrolle über den eigenen Körper – gerade in einer Zeit, in der vieles im Fluss ist.

Wie du siehst, dreht es sich beim Krafttraining nicht nur um Abs und Co., sondern auch um die Verbindung zwischen Body and Mind. Stärkst du deinen Körper, verleihst du deiner Psyche Kraft für den Alltag.

Foto von Stavros Papadimitriou auf Unsplash
  • Bewegst du dich regelmässig, fühlst du dich ausgeglichener.
  • Du senkst dein Stresslevel.
  • Krafttraining wirkt sich positiv auf Erlebtes aus – du verleihst dir die nötige Kraft, um schwierige Herausforderungen besser zu verarbeiten.
  • Krafttraining unterstützt den Hormonhaushalt – insbesondere während der Menopause – und steigert das Wohlbefinden.

Wie wir immer wieder sagen: Es ist nie zu spät, um anzufangen. Das beste Beispiel zeigt uns die bekannteste Mutter im Fernsehen: Marge Simpson – sie hat das Krafttraining für sich entdeckt und sogar ihr eigenes Gym eröffnet!  

Lass dich beraten – Krafttraining mit ACTIV FITNESS

Dein eigenes Studio musst du nicht eröffnen, denn bei ACTIV FITNESS bist du in besten Händen. 😉 Unsere Trainer*innen stehen wir vor Ort gerne zur Verfügung und helfen dir, deinen perfekten Trainingsplan zu erstellen.

«Heb der Sorg», wie wir umgangssprachlich sagen. Physisch sowie mental.

Quellen